HNO-Praxis Dr.Vander

Hörstörungen: Kleinkinder / Erwachsene

Hörprüfung (Audiometrie)
Hörgeräteversorgung und Hörgeräteüberprüfung

Bei Problemen mit dem Hören, also wenn Sie oder auch andere Personen in Ihrem Umfeld das Gefühl haben, das Sie schlecht hören oder verstehen, sollte dies abgeklärt werden.
Neben einer genauen mikroskopischen Untersuchung des Trommelfells ist eine Überprüfung des Hörvermögens erforderlich. Hierzu wird bei Ihnen ein Tonaudiogramm vorgenommen. Ihr Sprachverständnis, das häufig eingeschränkt ist, und Ihnen am meisten Probleme beim Verstehen von Gesprächspartnern in lauter Umgebung verursacht, wird mittels einer Sprachaudiometrie bzw. Sprachaudiometrie im Geräusch überprüft. Durch diese Untersuchungen kann schon eine Differenzierung vorgenommen werden ob es sich um eine Innenohrschwerhörigkeit oder um eine Schwerhörigkeit des Mittelohres handelt die ggf. durch eine Operation verbessert werden kann. Ebenfalls kann zur Differenzierung die Beweglichkeit des Trommelfels (Tympanometrie) und die Überprüfung der Stapediusreflexe beitragen, die bei bestimmten Erkrankungen wie der Steigbügelfixierung (Otosklerose) nicht auslösbar sind.

Die beidseitige Schallempfindungsschwerhörigkeit im Alter (Presbyakusis) ist vor allem durch einen Hochtonverlust gekennzeichnet, der sich ebenfalls im Tonaudiogramm nachweisen lässt.
Sollte das eingeschränkte Hörvermögen Sie belasten und Sie das Gefühl haben, an Unterhaltungen nur noch bedingt teilnehmen zu können, beraten wir Sie über die Möglichkeiten einer Hörgeräteversorgung. Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Hörgeräteakustiker haben Sie die Möglichkeit verschiedene Hörgeräte auszuprobieren und den positiven Effekt auf Ihr Sprachverständnis mit einem neuen Hörgerät zu überprüfen. Das wichtigste Kriterium für die Verordnung eines Hörgerätes ist, das der Patient dieses wünscht und ein Hörgerät tragen möchte, um wieder besser an der Alltagskommunikation in Beruf und Freizeit teilnehmen zu können.
Ebenfalls nehmen wir in unserer Praxis auch regelmäßige Hörgeräteüberprüfungen vor und führen auch Vorsorgeuntersuchungen bei Lärmschwerhörigkeit durch.



Kleinkinderhörprüfung
Hören ja, aber nicht verstehen

Mit der Gerauschzuwendungsreaktion ggf. unter Verwendung spezieller CD´s wie "frequenzspezifische Geräusche für die Audiometrie" ggf. nach Konditionierung sowie den sogenannten "otoakustischen Emissionen" läßt sich auch beim Säugling bis Kleinkind die Hörschwelle ausreichend bestimmen.
Dies ist besonders bei Riskokindern wie
o Geburtsgewicht unter 1500gr.
o Niedriger Apgar-Index
o angeborene Fehlbildung im Kopf-Halsbereich
o Schwerhörigkeit in der Familie
o Gravierende Erkrankungen in den ersten Lebenswochen
o Zuckerkrankheit der Mutter u.a.
erforderlich.

Ggf. ist auch eine sogenannte Hirnstammaudiometrie, die die Hörschwelle unabhängig von der Mitarbeit bestimmt, erforderlich.

Bei manche Kinder machen sich Hörprobleme mit Eintritt in die Schule bemerkbar. Sie scheinen zu Hören, aber nicht zu verstehen.
Möglicherweise liegt eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung zugrunde.
Einzelheiten dazu siehe hier
Vieles auf diesem Gebiet wird noch erforscht.

Wichtig sind u.a. Sprachaudiogramm im Geräusch, Hirnstammaudiometrie, Untersuchung des zentralen basalen Hörfähiigkeiten

Es kann notwendig sein die Nonverbale Intelligenz zu testen.
Hilfreich ist eine differenzierte schulische Stellungnahme mit Lese-Rechtschreibdiagnostik
sowie eine neuropsychologisch-kinderpsychiatrische Abklärung (Ausschluß ADS/Hyperaktivität)