HNO-Praxis Dr.Vander

Heiserkeit und Schluckstörungen

Abklärung von Schluckstörungen
Schluckstörungen (Dysphagien), d.h. wenn eine Störung des Schluckens von fester und/oder flüssiger Nahrung vom Mund zum Magen besteht, stellen ein häufiges klinisches Problem dar und werden in jeder Altersgruppe beobachtet.
Als Ursache können krankhafte anatomische Veränderungen im Bereich der Schluckstraße in Betracht kommen. Wesentlich häufiger sind jedoch funktionelle Störungen des oropharyngealen und ösophagealen (Speiseröhre) Transports.

Im Rahmen der Abklärung kann die Befragung des Patienten (Anamnese) schon wichtige Hinweise geben. Hieran schließt sich eine genaue Hals-Nasen-Ohrenärztliche Untersuchung an mit endoskopischer Untersuchung der Schluckstrasse und des Kehlkopfes. Eine Untersuchung der Hirnnerven ist ebenfalls nötig, da diese wesentlich an der Koordination des Schluckaktes beteiligt sind.
Eine Röntgenuntersuchung des Schluckaktes kann weitere diagnostische Aufschlüsse geben.

Das therapeutische Vorgehen ist abhängig von der Ursache und bedarf einer individuellen Therapieplanung.

Untersuchung bei Heiserkeit und Halsbeschwerden

Jede Heiserkeit, die länger als 3 Wochen besteht muß Hals-Nasen-Ohrenärztlich untersucht werden.
Grund ist, daß als Ursachen eine bösartige Erkrankung in Frage kommen kann, da eine so lange anhaltende Erkältung ungewöhnlich ist.

Stimmbandlähmungen (Rekurrensparesen) sind meist einseitig und können sich durch eine Heiserkeit, eine schnelle Ermüdung der Stimme oder, wenn beide Stimmlippen betroffen sind, auch als Atemnot äußern.
Die häufigste Ursache ist eine vorausgegangene Operation an der Schilddrüse bei welcher der Stimmbandnerv (Nervus laryngeus inferior) verletzt wurde. Die Ursache kann aber auch durch Viren (Neurotrope Viren), durch Veränderungen im Bereich des Brustkorbes und der Lunge hervorgerufen werden und durch Erkrankungen der Schilddrüse. Ebenfalls können auch neurologische Erkrankungen zu einer Stimmbandlähmung führen und auch Erkrankungen der Speiseröhre.
Das gefürchtete Bronchial-Carcinom kann sich so bemerkbar machen.

Von HNO-ärztliche Seite ist zunächst eine endoskopische Untersuchung des Kehlkopfes erforderlich um die Beweglichkeit der Stimmbänder zu beurteilen und andere krankhafte Veränderungen im Bereich der Schluckstrasse oder der Stimmlippen auszuschließen. Diese kann bei Bedarf zur weiteren Abklärung noch durch eine Stroboskopie, bei der das Schwingungsverhalten der Stimmlippen besser dargestellt wird, ergänzt werden. Eine Ultraschalluntersuchung des Halses und der Schilddrüse ist ebenfalls indiziert.
Untersuchungen

Im Einzelfall notwendige ergänzende Untersuchungen

* Spiegelung (Panendoskopie) des Nasenrachens, Kehlkopfes, Hypopharynx und der Speiseröhre
* Falls erforderlich Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie (MRT) des Brustraums, der Schädelbasis und des Gehirns.
* Interdisziplinäre Untersuchungen (Neurologie, Innere Medizin)

Therapie
Die weitere Therapie ist natürlich abhängig von der Ursache und erfordert eine individuelle Therapieplanung bei jedem einzelnen Patienten. Hervorzuheben ist jedoch die logopädische Stimmübungsbehandlung um eine Verbesserung der Stimmqualität zu erzielen. Hier arbeiten wir mit Logopäden/-innen eng zusammen und können für Sie einen Termin vereinbaren oder Ihnen Logopäden/-innen in Ihrer Nähe empfehlen.

Hirnnervenlähmungen
Insgesamt gibt es 12 Hirnnervenpaare die nach Ihrem Durchtritt durch die Schädelbasis eine unterschiedlich lange Strecke im Kopf-Hals-Bereich zurücklegen und unterschiedliche Aufgaben erfüllen und deren Funktionsausfall unterschiedliche Beschwerden hervorrufen kann.
Die Beschwerden können sich als Ausfall oder Einschränkung des Riechvermögens äußern bei krankhaften Prozessen des Riechnervens (Nervus olfactorius) oder aber auch als Schluckstörungen oder in Form einer Gesichtslähmung bei Schädigung des 7. Hirnnervens (Gesichtsnerv,
N.facialis).
Ebenfalls kann eine Schwindelsymptomatik (Nervus vestibularis) oder auch eine Hörstörung (Nervus cochlearis) im Vordergrund stehen.

Hier ist eine gezielte Befragung des Patienten (Anamnese) und eine Hals-, Nasen- Ohrenärztliche Untersuchung erforderlich, die durch Riech- und Schmecktests, Ultraschalluntersuchungen, spezielle Tests und ggf. durch eine Kernspintomographie oder eine Computertomographie ergänzt wird. Ebenfalls ist hier eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen erforderlich.